Mittwoch, 16. Dezember 2009

aufruf zur handarbeit.

ich weiß, ich saß zu lange vor dem computer, wenn...

  • ...wenn ich einen text, den ich in einer zeitschrift, auf einer verpackung oder plakat (usw.) lese,  mit der maus markieren möchte, um ihn kopieren zu können.
  • ...wenn ich glaube, der bildschirmschoner könnte aktiviert werden, falls ich beim fernsehen nicht zwischendurch immer wieder mal auf der fernbedienung herumdrücke oder kurz an ihr ruckle...
  • ...oder dass (im extremfall und) im zimmer das licht ausgeht, wenn ich mich nicht kurz bewege.
hilf mir shiva, hilf mir goa, hilf mir psytrance, ja? - ich wollte sowieso häkeln gehen.

Sonntag, 15. November 2009

und das telefon sagt "du" II.

[20:16:10] s: "grüß sie gott - marktforschung. eine umfrage zum thema radiohören!"
[20:16:19] e: "haben sie schon mal auf die uhr geschaut?"
[20:16:23] s: "...ist es ihnen zu spät? dürfen wir es vormittags einmal oder am nachmittag versuchen?"
[20:16:31] e: "sie sollen unter dieser nummer gar nicht mehr anrufen!!!"
[20:16:35] s: "kein problem! unter welcher nummer darf ich sie dann erreichen? schießen sie los, etwas zum schreiben habe ich bereits in der hand! ...hallo? hallo! - hm, komisch, aufgelegt."

Dienstag, 27. Oktober 2009

elektrodialorotik '05.


noch so'n meisterwerk der elektrogintonischen extase von holger und mir.
(das ende ist uns leider nicht so gelungen).

Dienstag, 20. Oktober 2009

elektropoetorotik '05.


wenn mein guter holger und ich gin trinken und albern werden.


"so, how does this make you feel?" -"well, i really think you should quit smoking." (air: how does it make you feel? - 10.000hz legend, 2001)
.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Montag, 12. Oktober 2009

und das telefon sagt "du".

I C H (freundlich). grüß gott - marktforschung. ich würde gerne mit ihrem chef sprechen.
S I E (lacht). ich glaube nicht, dass sie mit meinem chef sprechen wollen.
I C H (verdutzt). doch, wieso nicht? sie können mir glauben, es stimmt: ich würde gerne mit ihrem chef sprechen.
S I E (nachdrücklicher). nein, ich glaube nicht, dass sie mit meinem chef sprechen wollen.
I C H (rätselnd). wirklich? ist er gerade schlecht gelaunt? meinen sie, mit ihm ist heute nicht gut kirschen essen?
(pause)
S I E. hören sie, ich habe anweisung, anrufe wie den ihrigen prinzipiell nicht durchzustellen. wir sind an marktforschung nicht interessiert.
I C H (beiseite). wissen sie, ich hingegen habe anweisung, prinzipiell auf durchzug zu stellen. (zu S I E) ach so! na, das ist etwas anderes. dann will ich nicht länger stören, ich wünsche ihnen einen schönen tag!

Montag, 5. Oktober 2009

plumb und plumber.

kopf so leer wie trockener schwamm. einige etagen tiefer füllt grollendes die lungen aus. kopf und rumpf im kampf (für? oder gegen? und was?)! kopf verliert. präteritum. rumpf trumpft. easy. mit irgendwas - immer mehr als zu wenig.

ich rede mir was ein? ich rede mir was ein? (ich wiederhole mich?) - mach sachen! nein, mach nichts! ich hör nicht hin, la la la la. koprolalie; wo bist du, wenn man dich braucht. und wo bin ich, wenn ich dich brauche? ganz offensichtlich im la-la-land. und dort gibt es ausschließlich tastaturen mit nur einer einzigen taste: "la" - und die leertaste natürlich. und diverse satzzeichen, aber geh' mir jetzt nicht auf'n keks mit solchen kleinigkeiten! ein ganz normaler blogeintrag im internet dieses zweifelhaften landes sieht dann in etwa so aus:
la "lala la la lala lala" la!
la la, la lalalala la lala, la la lala la la la la lalalala lala lala la. la la la lala lala lala lala la lala lala, la lala la la lala la la lalalalala la la lalala lalalala lala? la lalalala.
la lala la lala la la la la lala lala lala lalala, lala la la lala la lalala la lalala, lala la la lala la lalala la lala la la la. lala la. lala lala la la la. la lala la la la la la la lalala.
hm. witzig. witzig? traurig! und witzig! wenn ich noch lachen könnte! lachen trau ich mich nur noch im keller. wir haben keinen keller. dachboden ist abgeschlossen, mir bleibt nicht mehr viel raum. am besten breche ich in tränen aus.

Freitag, 2. Oktober 2009

folgemilchen.

bin hin- und hergerissen. soll ich lesen oder essen? essen hieße, ich muss mir was kochen, von einer scheibe käse werde ich nicht satt. lesen hieße, ich muss vorher was essen, sonst kann ich mich nicht konzentrieren. scheiße!

also die tasse kaffee austrinken, mich an den herd stellen, etwas zubereiten. schließlich kann ich nicht immer vom aus-dem-wok-meines-mitbewohners-stiebitzen leben. da ich keine lust habe, einkaufen zu gehen, muss ich mit dem auskommen, was da ist. der fall ist klar: nudeln mit einer thunfisch-tomatensause [sic!], hahaha. der klassiker der faulen küche.

wetten, wenn die nudeln schon im wasser baden, klingelt das telefon, und ich werde, wenn nicht zum frühstück, dann zu einem brunch oder sowas gebeten? das war heute morgen eigentlich der plan. hm, ich lasse es auf einen versuch ankommen.

kein "schade um das schöne wetter" mehr!

es nervt, sich miserabel zu fühlen, wenn die sonne grell scheint und ein ärgerliches laues lüftchen weht. da will sich jemand oder etwas über mich lustig machen, und müssen mich nun wirklich auch noch gewissensbisse ob der verschmähten sommertage plagen? kaum auszuhalten.

wenn jedoch der himmel grau ist und die bäume ihre blätter verlieren, erzählt sich mir vergnügt das einmaleins der einsamkeit, erklärt sich mir dankbar das alphabet der trauer und der wut. endlich herbst. endlich versteht mich die welt. ich brauche mich nicht mehr vor ihr zu verstellen.

Sonntag, 27. September 2009

die töne von ihnen, sie sind sehr gut.

ich habe ein faible für musik, deren text ich nicht verstehen kann. darum adriano celentano. er hat eine schöne stimme, macht guten pop, mehr ist doch gar nicht nötig. vielleicht liegt es daran, dass ich ihn seit freitag mittag exzessiv gehört habe: aber heute nacht träumte ich von einem eigentümlichen spaghetti-portionierer. eine spirale, die flach zusammengedrückt und zu einem trichter ausgezogen werden konnte. eine ziemlich platte assoziation (italopop - pasta), über die ich schmunzeln muss. verdient hat das teil seinen namen nur, weil es nudeln für exakt eine person portionierte.

musik, deren text ich verstehe, ist heavy. wie das neue album von jochen distelmeyer. die erste CD seit 2005, die ich mir selbst gekauft habe. ich habe ihm einen kleinen altar gebaut, umgeben von nagellack, lippenbalsam, zahnseide, batterien, und löslichen magentabletten. nun schaut er mich an, mit seinen betörenden augen, und ich will kaugummi kauen.

Mittwoch, 29. Juli 2009

i am not afraid of you and i will beat your ass.

kaffee, tschikk und schinkenbrot. sonne scheint, wellen der liebe. ich habe einen freien tag, frage mich nicht wer ich bin und was ich mache. ich bin und mach' einfach.

top: nägel lackieren. salat schleudern. snooze-taste mit den füßen bedienen. brille tragen. vor mich hin summen.

flop: wasserhahn kaputt. pausenbrot vergessen. furzende flip-flops.

Samstag, 25. Juli 2009

alberne zweizeiler! - vegetable poetry.

(die zwiebel)
dein schicksal, das lässt keinen kalt:
wirst du zerstückelt, weint man halt.

---

(die kartoffel)
trotz brauner schale, man bemerke:
du wirst geschätzt für inn're stärke.

Dienstag, 23. Juni 2009

nightswimming.

ich kriech den kopp nich mehr zu. hühnerkeule, postmoderne, schuttfrostbeule, apfelkerne! ein ergähntes tränchen rinnt mir die wangen herunter, trauer ob der müdigkeit? als ob wenn jemand ein rundes klötzchen in ein eckiges schlitzchen pressen wollen würde, so fühlet sich mein haupt mir an.

...

desillusioniert.

mehrere stichwörter, die mich begleiten: vermeide absolute formulierungen! streich ruhig mal was durch / ändere was ab! und hör verdammt noch mal auf, unnütz nostalgisch zu sein...

...finde ich es wirklich geil, langweilig zu sein? aber nein, aber sieh, für anderes bin ich perdue.

himmel herrgott noch ein mal, mein katholisches mädchen, sieh ein dass du schlafen musst. und nicht im sinne von unbewusst durchs leben gehen (gut dass du das nochmal erwähnt hast). im bett, da warten schöne decken, ein tagebuch, da kannst du weiter kritzeln. und gib dein ego an der garderobe ab. theater des grauens, uargh.

wirke ich wie auf drogen? wenn ja, ich wünschte, ich wäre es. wenn nein, dann auch! anders hält man die welt doch nicht aus. sagte christiane und kaufte sich einen hund.

portishead - we carry on

Mittwoch, 10. Juni 2009

kotzwütend.

der grämige gries
verbittert und fies
"geh bitte, bist faul?
friss scheiße, halt's maul."

wie gries existiert?
unausbalanciert.

Mittwoch, 29. April 2009

melanchol.

das ist ja furchtbar, wie schwer mein kopf wiegt. habe mühe, ihn auf dem körper zu balancieren. ob manche nacht ein bösartiger sandmann kommt und mir sein arbeitsmaterial in die ohren schüttet? und ich nicht fähig, es morgens heraus zu klopfen. da sammelt sich eine wüste an. dann doch lieber im regen stehen.

Sonntag, 1. März 2009

kid a.

ich will nicht schlafen. ich muss. noch eine rauchen, dann den schmerzenden rücken ausstrecken.

nicht vor dem altern. auch nicht vorm scheitern. vorm resignieren ist mir angst und bange.

um nicht auseinanderzufallen, höre ich (s.o.).

Donnerstag, 19. Februar 2009

thir(s)ty.

an sich bin ich ein trauriger charakter. eine birne, die ein apfel sein will. wieso verwerfe ich leichtsinng meinen alles zusammenhaltenden weltschmerz zugunsten den qualen gewollter fröhlichkeit? smashed to pieces, in the still of the night. eine flakturmidylle. und gleich auch noch zur arbeit müssen. großraumbüro ist zu 90% psychokrieg. stimme, die am headset verblasst und verschwindet. dürstend und hungernd, nach nahrung und sinn. synapsen fallen wie morsches geäst auf beton und verrotten. zeit für ein herzhaftes, sardonisches lachen!

Montag, 2. Februar 2009

ohrwurm.

ingrid van bergen kauft sich ein stück torte und fährt mit mir tram. immer und immer und immer wieder und immer wieder und wieder und wieder. dies, weil mir an der oper eine betagte, distinguierte knautschgesichtdame mit einem aida-päckchen entgegenkam und in die gleiche straßenbahn einstieg. dschungelcamp im fernsehen, thomas bernhard im theater, das kommt dabei halt raus.