Montag, 21. Februar 2011

misery is a butterfly.

i'm almost fucking 32 years old now. ich gebärde mich wie ein verunsicherter teenager, hormongeplagt und emotional unausgeglichen. mein leben ist "an epic bore to the snore". wenn ich meine zeit auf diesem erdenrund damit verbingen will, langweilige jobs zu machen, um mich in den restlichen stunden frustriert und hemmungslos zu betrinken, warum um alles in der welt bin ich dafür dann nach wien gekommen? wahrscheinlich, weil hier die zigaretten billiger sind. und vielleicht trinkt es sich auch schöner frustiert und hemmungslos in einer so poetisch heruntergekommenen stadt, die keinen hehl aus ihrer vergangenheit macht. hier kann jeder machen, was er will, geredet wird darüber höchstens hinter deinem rücken. und wer eine lange fresse zieht, bekommt eine ebensolche zurück; ergo: ein hip hip hemmungslos frustriertes hurra, old vienna!
meine schlechte laune steigt ins unermessliche - widersprüchlicherweise finde ich das sogar sexy. contaminary evil fairy putting a misspell on me. beschämend, ich kann nicht anders, als mich an mir selbst aufzugeilen.
gestern saß in der tram ein junger mann neben mir, der vermutlich mit den entzugserscheinungen irgendeiner droge zu kämpfen hatte. seine nase lief unablässig, er war unstet und seine hände zitterten, außerdem roch er irritierend süßlich nach alkohol. und doch brachte er die fingerfertigkeit auf, origami zu falten. die geduldsprobe bis zu seinem nächsten dealer oder wettbüro  überbrückte er mit schmetterling und lilie. als er am südbahnhof ausstieg, hinterließ er seine kleinen werke hübsch drapiert am sitzplatz. natürlich habe ich sie mir betrachten müssen. recht dickes material exakt gefaltet, durchaus beeindruckend. aber das papier war klamm. kalter junkieschweiß? wie ich es in den händen hielt, grauste es mir ein wenig davor. die blume legte ich zurück, den schmetterling habe ich jedoch  mitgenommen. er steckt nun mit einem flügel eingeklemmt an meiner pinnwand, und er, achtung: kitsch - ja, er träumt vom fliegen, nektar schlürfen und vermutlich schmetterlingssex.

gute nacht, computer. dream pop galore.

Sonntag, 19. Dezember 2010

eanie meanie.

soll ich aus?! geh ich bald ein?
lass ich samstag samstag sein?
zieh ich mir den eissturm rein?

letzteres wär' vor der glotze.
ersteres womöglich kotze.
und die sache zwischendrin
ergibt für mich am meisten sinn.

so bleib ich schließlich gern zuhaus
dem wochenende sperr' ich auf
leg' meine füße auf die couch
den rest des körpers auch.

(je unreiner der reim, desto mehr bin ich mit mir im reinen.)

Donnerstag, 9. Dezember 2010

досада

87 - 92 - 01:

juliška lernt lesen.


julska lehrt schminken.


juls leert den cache.



jules ist tatenlos.
zsuzska hat atemnot.
devojka, stvarno,
nema problema.
juri zeka iz da-leka.
bez med dela neka.

Sonntag, 7. November 2010

destroying angel.

denkt über die selbstverschriebene zwangseinweisung in ein herzöglich renommiertes zombiespital nach. ob das die abgestanden herkömmliche krankenkassa übernimmt? dieser ma(-rme-)lade (=ausgemacht abgewrackt/eingemachter) gedankengang deutet auf eine stoffwechselbedingte unpässlichkeit hin.

auszug aus den monochromen hacklergeschicht'ln, E M . A 24-48ff.:

zerzaustes bett.

brita und darkko, beide bekleidet.

b r i t a (seufzt). wie wirke ich auf dich?!?
d a r k k o (atmet ein). mitgenommen... wazzup's? hast du dich aufgegeben?
b r i t a. wieso, arbeitest du bei der post?
(darkko schmunzelt.)
b r i t a (lakonisch). ein jeder habe sein eigenes packerl zu tragen.
d a r k k o (hält inne). i see... . und du? arbeitest im mist-magistrat?
b r i t a (sucht nach einem lippenpflegestift). geh scheißen.
d a r k k o (sardonisch). es nehme schleunig-gst ein sackerl für's gackerl.
b r i t a (pflegt sich die lippen). du nervst.
d a r k k o (atmet aus). austeilen, aber nicht einstecken können.
b r i t a (lippen schürzend). ich arbeite in der werbebranche.
d a r k k o. und der postschlüssel hat noch jeden hauseingang geöffnet.
(sie starren sich an.)
b r i t a & d a r k k o (synchron). ertappt.
(beide lachen. sie wenden sich voneinander ab.)
b r i t a (starrt, nach einer pause). sicherheitslücken.
d a r k k o (einen vogel zeigend). luftschutzraum.
b r i t a (räkelt sich). liebe ist wie rah rah rah, und dann - .
(pause.)
d a r k k o. du waschweib.
(pause.)
b r i t a (beiseite). ich stürbe einen kleinen, willkommenen tod mit dir.
d a r k k o (beiseite). des kleinen mannes sonnenschein ist bumsen und besoffen sein.
(er fängt an, sich die hose aufzuknöpfen.)
b r i t a (beobachtet ihn, kratzt sich am kopf, reißt die augen auf, nach einer pause). das internet. der ytong. qwertzuiopü.
(das bett verschwindet. brita explodiert.)
d a r k k o (erstaunt ob der plötzlichen absurdität der situation). bist du noch da?
b r i t a. bist du noch da?
d a r k k o. du explodierst.
b r i t a. ich explodiere.

...aber ich hatte keine zeit für komplexe kommunikationsstörungen. wer ging für mich einkaufen? die rock'n'ragga-haarbedeckungslady.

Sonntag, 31. Oktober 2010

kleines ungarisches küchengedicht.

volt - van - lesz.
mindenkinek, senkinek.
soha sem és mindig.
mindenhol és sehol sem -

parancsoljan, ez az eszem.

Samstag, 17. April 2010

absurde paradoxie.

vorhin fiel es mir wie schuppen von den augen: hiroshima, nagasaki. ich habe heute nacht davon geträumt. die detonationen in zeitlupe und  in wiederholungsschleife (natürlich in schwarz-weiß und wie auf abgenutztem zelluloid), immer wieder und wieder umflogen, aus allen winkeln betrachtet, simply admiring the BEAUTY of it. das kindliche staunen konnte ich mir um keinen preis verwehren. ich wiederhole mich gerne: ich fand es einfach nur schön.

ich wachte auf, ohne mich an etwas spezielles zu erinnern. fühlte mich so erholt und leicht wie schon lange nicht mehr. wo sonst sollte ich mich an, nein, nicht nur einer, sondern gleich an zwei nuklearen katastrophen erfreuen. und erfreuen. und erfreuen. und er-

Freitag, 16. April 2010

kopf hoch, ohren spitz, brust raus, aus die maus.



ja, so hört sich das an: produktives selbstmitleid auf höchstem niveau. ich, als pocket-psychologist mit schwindelerregend hoher reputation, habe in der psychologie heute mal gelesen, dass der zustand besser sei als sein ruf - oder gibt es nur einen menschen auf dieser welt, der einen anderen derart gern und leidenschaftlich bedauert, ohne dass er ihm mindestens ziemlich sympathisch wäre? siehste. und à propos: visuell genau die richtigen schlüsse gezogen. forever slow-mo, und trotzdem mittendrin.

Samstag, 13. Februar 2010

mobile legenden.

österreich ist der olymp der mobilen telefonie/datenübertragung. für den quatsch oben zahle ich 20 euro im monat. ich bemühe mich wirklich, mit dem 1gb datenvolumen so verschwenderisch wie möglich umzugehen, aber es wird einfach nicht weniger. ganz zu schweigen von den 44.640 freiminuten zum eigenen netzbetreiber (die erst aktiviert werden, wenn ich die tausend minuten österreich verbraucht habe, ha). ab 20. februar sind alle zähler wieder auf null. ich fühle mich wie sisyphos. dieser mobilfunkstress!
gestern habe ich im tv einen bericht über "digitale diät" gesehen. da haben schüler an einem mehrwöchigen kurs teilgenommen, an dessen beginn ihnen alle handys und laptops abgenommen wurden. der überdimensionale pädagogische zeigefinger wackelte unentwegt über ihnen, wie das damoklesschwert über ...damokles! wer sind eure echten freunde, wie funktioniert das mit der sozialisation irl, was ist wirklich wichtig im leben. als die vorgesehenen zwei oder drei wochen vorbei waren, hatten einige tremor, grinsten wächsern, wurden ungeduldig, wie sie ihre handys und laptops zum abholen bereit sahen.
haben sie etwas daraus gelernt? man weiß es nicht. und um nun besonders flapsig zu schließen: pandora jedenfalls hätte es kaum länger ohne sprachbox abhören ausgehalten.

Freitag, 5. Februar 2010

self-fulfilling prophecy.

"ich werde nie einen mann finden, der meine selbstgestrickten pullover tragen wollen wird."

Samstag, 16. Januar 2010

terrorbär. / terrormedve.

mein erstes selbstgehäkeltes tier. hab ich natürlich sofort verschenkt, weihnachten und so. - bären, die grinsen, lachen nicht!

az elsö állat, amelyet horgoltam. persze, hogy azonnal elajándékoztam, karácsony stb. - medvék, amelyek vigyoroknak, nem nevetnek!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

aufruf zur handarbeit.

ich weiß, ich saß zu lange vor dem computer, wenn...

  • ...wenn ich einen text, den ich in einer zeitschrift, auf einer verpackung oder plakat (usw.) lese,  mit der maus markieren möchte, um ihn kopieren zu können.
  • ...wenn ich glaube, der bildschirmschoner könnte aktiviert werden, falls ich beim fernsehen nicht zwischendurch immer wieder mal auf der fernbedienung herumdrücke oder kurz an ihr ruckle...
  • ...oder dass (im extremfall und) im zimmer das licht ausgeht, wenn ich mich nicht kurz bewege.
hilf mir shiva, hilf mir goa, hilf mir psytrance, ja? - ich wollte sowieso häkeln gehen.

Sonntag, 15. November 2009

und das telefon sagt "du" II.

[20:16:10] s: "grüß sie gott - marktforschung. eine umfrage zum thema radiohören!"
[20:16:19] e: "haben sie schon mal auf die uhr geschaut?"
[20:16:23] s: "...ist es ihnen zu spät? dürfen wir es vormittags einmal oder am nachmittag versuchen?"
[20:16:31] e: "sie sollen unter dieser nummer gar nicht mehr anrufen!!!"
[20:16:35] s: "kein problem! unter welcher nummer darf ich sie dann erreichen? schießen sie los, etwas zum schreiben habe ich bereits in der hand! ...hallo? hallo! - hm, komisch, aufgelegt."

Dienstag, 27. Oktober 2009

elektrodialorotik '05.


noch so'n meisterwerk der elektrogintonischen extase von holger und mir.
(das ende ist uns leider nicht so gelungen).

Dienstag, 20. Oktober 2009

elektropoetorotik '05.


wenn mein guter holger und ich gin trinken und albern werden.


"so, how does this make you feel?" -"well, i really think you should quit smoking." (air: how does it make you feel? - 10.000hz legend, 2001)
.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Montag, 12. Oktober 2009

und das telefon sagt "du".

I C H (freundlich). grüß gott - marktforschung. ich würde gerne mit ihrem chef sprechen.
S I E (lacht). ich glaube nicht, dass sie mit meinem chef sprechen wollen.
I C H (verdutzt). doch, wieso nicht? sie können mir glauben, es stimmt: ich würde gerne mit ihrem chef sprechen.
S I E (nachdrücklicher). nein, ich glaube nicht, dass sie mit meinem chef sprechen wollen.
I C H (rätselnd). wirklich? ist er gerade schlecht gelaunt? meinen sie, mit ihm ist heute nicht gut kirschen essen?
(pause)
S I E. hören sie, ich habe anweisung, anrufe wie den ihrigen prinzipiell nicht durchzustellen. wir sind an marktforschung nicht interessiert.
I C H (beiseite). wissen sie, ich hingegen habe anweisung, prinzipiell auf durchzug zu stellen. (zu S I E) ach so! na, das ist etwas anderes. dann will ich nicht länger stören, ich wünsche ihnen einen schönen tag!

Montag, 5. Oktober 2009

plumb und plumber.

kopf so leer wie trockener schwamm. einige etagen tiefer füllt grollendes die lungen aus. kopf und rumpf im kampf (für? oder gegen? und was?)! kopf verliert. präteritum. rumpf trumpft. easy. mit irgendwas - immer mehr als zu wenig.

ich rede mir was ein? ich rede mir was ein? (ich wiederhole mich?) - mach sachen! nein, mach nichts! ich hör nicht hin, la la la la. koprolalie; wo bist du, wenn man dich braucht. und wo bin ich, wenn ich dich brauche? ganz offensichtlich im la-la-land. und dort gibt es ausschließlich tastaturen mit nur einer einzigen taste: "la" - und die leertaste natürlich. und diverse satzzeichen, aber geh' mir jetzt nicht auf'n keks mit solchen kleinigkeiten! ein ganz normaler blogeintrag im internet dieses zweifelhaften landes sieht dann in etwa so aus:
la "lala la la lala lala" la!
la la, la lalalala la lala, la la lala la la la la lalalala lala lala la. la la la lala lala lala lala la lala lala, la lala la la lala la la lalalalala la la lalala lalalala lala? la lalalala.
la lala la lala la la la la lala lala lala lalala, lala la la lala la lalala la lalala, lala la la lala la lalala la lala la la la. lala la. lala lala la la la. la lala la la la la la la lalala.
hm. witzig. witzig? traurig! und witzig! wenn ich noch lachen könnte! lachen trau ich mich nur noch im keller. wir haben keinen keller. dachboden ist abgeschlossen, mir bleibt nicht mehr viel raum. am besten breche ich in tränen aus.